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Was ist eine Sicherheitskupplung?

In der Antriebstechnik ist die Sicherheitskupplung ein Maschinenelement, das Drehmomente zuverlässig überträgt und auf einen definierten Wert begrenzt.
Synonyme für Sicherheitskupplungen sind Überlastkupplungen und Ausrastkupplungen, in Fachkreisen wird oft von Drehmomentbegrenzer gesprochen.
Neben drehmomentbegrenzenden Kupplungen gibt es auch kraftbegrenzende Überlastkupplungen auf dem Markt.
Auch in der Fluidtechnik wird der Begriff Sicherheitskupplung verwendet. Hydrauliker, Pneumatiker usw. verstehen darunter Kupplungen zum sicheren Verbinden von Schlauchleitungen.

Wo werden Sicherheitskupplungen eingesetzt und für was?

Sicherheitskupplungen trennen bei Überlast An- und Abtrieb eines Antriebsstrangs voneinander und schützen so vor Schäden der Bauteile.

Unkontrollierte und zu hohe Drehmomente führen meist zu Schäden im Antriebsstrang, schlimmstenfalls sogar zu Maschinenstillstand. Produktionsunterbrechungen bei hochwertigen Anlagen und lange Ausfallzeiten von Maschinen nach Kollisionen, sowie hohe Ersatzteilkosten können mit Sicherheitskupplungen verhindert werden, gerade in unserer Zeit des "Just-in-Time" ist das wichtig. Um Maschinenstillstände durch Schäden zu verhindern, werden Sicherheitskupplungen eingesetzt, im Überlastfall wird der An- und Abtrieb eines Antriebsstrangs innerhalb von Millisekunden voneinander getrennt. Damit die Sicherheitskupplung weiss, wann ein Überlastfall auftritt, wird ein bestimmter Drehmomentwert definiert, bei dem die Kupplung das Ausrücken auslöst. Dieser wert wird als Ausrückmoment bezeichnet.
Sicherheitskupplungen werden auch als Überlastkupplungen oder Drehmomentbegrenzer bezeichnet.

Was ist eine Ausgleichskupplung?

Zu den Ausglichskupplungen gehören folgende Kupplungsarten:

Diese werden dort eingesetzt, wo Wellenverlagerungen, hohe Toleranzen oder Fluchtungsfehler auftreten, dennoch sind die Ausgleichskupplungen verdrehstarr.
Drehmomente werden von den Ausgleichskupplungen hauptsächlich kraftschlüssig übertragen, in vereinzelten fällen kann dies auch formschlüssig sein.

Wo werden Ausgleichskupplungen eingesetzt und für was?

Die flexiblen Ausgleichskupplungen eignen sich für Antriebe aller Art, seien dies Übertragungen von sehr kleinen Drehmomenten in Miniaturantrieben, bis zu sehr grossen Drehmomenten in Schwerlastanwendungen. Diese Kupplungen sind die ideale Lösung für eine exakte und winkelgetreue Verbindung von zwei Wellen. Innerhalb festgelegter Grenzen können Axial-, Radial- und Winkelversatz zwischen zwei Wellenenden ausgeglichen werden.
Durch die geringen Rückstellkräfte treten hierbei keine nennenswerten Lagerbelastungen auf. Eine kraftschlüssige Welle-Welle-Verbindung gewärleistet auch ohne zustätzliche Passfedernut eine sichere, spielfreie Drehmomentübertragung. Niedrige Massenträgheitsmomente und eine hohe Wuchtgüte garantieren ein hervorragendes dynamisches Verhalten, auch bei hohen Drehzahlen. Die Kupplungen sind grundsätzlich verschleiß- und wartungsfrei.
Einsatzmöglichkeiten von Ausgleichskupplungen reichen von anspruchsvollen Antriebssystemen im allgemeinen Maschinenbau über Anwendungen in der Mess- und Relgeltechnik bis zu Spindel- und Achsantrieben von Werkzeugmaschinen. Weiter typische Anwendungsbeispiele finden sich bei Textil-, Verpackungs- und Holzbearbeitungsmaschinen sowie für Industrieroboter und Mehrspindelbohrköpfe. Ergänzend werden die Ausgleichskupplungen auch in der Luftfahrt, Medizinaltechnik etc. eingesetzt.